Glasfaser Ausbau im Sommer droht zu scheitern. Jetzt liegts an Ihnen!

Glasfaser Ausbau im Sommer droht zu scheitern. Jetzt liegts an Ihnen!

Die Firma „Deutsche Giga Acess GmbH“ möchte in ganz Grolsheim Glasfaserkabel eigenwirtschaftlich durch die Straßen und in die Häuser verlegen und so die Internetanbindung der Grolsheimer:innen zukunftsfähig machen. Betreiber des Netzes wäre die Westenergie AG, die Vermarktung übernimmt die EON AG. Der Ausbau droht zu scheitern, da in den letzten zwei Monaten zu wenige Bewohner:innen einen Vorvertrag abgeschlossen haben.

40% der Haushalte müssen unterschreiben

Bis 31.01.2021 müssen 40% der Bürger:innen und somit etwa 230 Stück, einen Vorvertrag mit der Firma EON oder mit dem Vertriebspartner Pontanet (im Globus Gensingen), welche seit November mit zwei Mitarbeitern von Tür zu Tür zieht und die Bürger:innen berät unterzeichnen.
“Das Interesse ist da, jedoch zögern viele und würden gerne noch warten bis das Netz da ist“, meinte ein Vertriebsmitarbeiter zu mir. Da aber zu viele zögern, sieht es so aus als würde das Netz nicht kommen. Es fehlen noch über 100 Vertragsabschlüsse. Ohne diese Zusagen, dass Interesse an den neuen Leitungen besteht, lohne sich nach Betreiberaussagen der Ausbau nicht. Grolsheim müsste sich weiter mit den am technischen Limit laufenden Kupferkabeln begnügen.

Ärgerlich: Für viele wäre es nicht teurer!

Nach Severin Stiehl, IT Berater von Pontanet, wäre es für viele Menschen nicht teurer einen Vertrag mit EON abzuschließen. Dieser komme nur zum tragen, wenn das neue Netz sowohl in Betrieb gegangen ist und auch funktioniert aber auch erst sobald der bestehende Vertrag gekündigt worden ist. Ein Doppelzahlen ist ausgeschlossen.
Zudem ist ärgerlich, dass die ausbauende Firma bereits eine technische Planung durchgeführt hat und mit dem Ausbau nach deren Angaben bereits in diesem Sommer beginnen könnte.

Und was bringts?

Der Glasfaseranschluss wird nach Ansicht von verschiedenen IT-Experten die Zukunft der Internetverbindung in Gebäuden sein. Deshalb gibt es heute bereits Studien die zeigen, dass der Immobilienwert auch danach abhängig ist, ob ein Glasfaserkabel im Haus liegt. Auch Bürger:innen die kein schnelleres Netz benötigen, sollten daher gut überlegen sich für diese Technik zu entscheiden. Außerdem ist das alte Kupfernetz in den Straßen am Limit. Bei reger Benutzung in den Abendstunden sind von den Betreibern versprochene Geschwindigkeiten selten eingehalten. Ladeprobleme und Verbindungsabbrüche sind durch die überlagerten Frequenzen nicht ganz auszuschließen.
Und dann gibt es noch Bürger:innen und Bürger die auf das neue Netz angewiesen sind: Sie arbeiten zB. als Ingenieur:innen oder Projektplaner:inen von daheim mit großen Datenmengen. Diese müssen schnell und zuverlässig versendet werden.

Es gibt noch Chancen für den Ausbau

In Rücksprache den Verantwortlichen konnten wir die Frist für die Vertragsabschlüsse verschieben von Ende Januar auf Mitte Februar und jetzt gilt es: Lassen Sie sich ggf. nochmal oder erstmalig beraten ob für Sie persönlich die Vorteile eines Glasfaseranschlusses überwiegen. Oder vielleicht hat dieser keinen großen Nachteile und Sie entscheiden sich aus Solidarität für andere für einen Vertragsabschluss.

Falls Sie den Anschluss selbst dringend haben möchten und sich fragen wie Sie mitwirken können diese Chance zu nutzen, kann ich ermutigen mit Nachbarn und Bekannten im Ort auf der Straße zu sprechen. Ich habe von vielen Bürger:innen gehört, dass sie nicht genau wissen worum es bei dem Beratungsgespräch ginge, oder die gar kein Gespräch hatten. Vielleicht können Sie hier Abhilfe schaffen ohne selbst eine große Expertise zu haben.
Beratung und Verträge gibt es bei:

  • Firma 2Locate unter der Telefonnummer 0671/89665-2055

  • Pontanet GmbH im SB-Warenhaus Globus in Gensingen
    Terminabsprache telefonisch: 06727 897 804
    oder per Mail
    info@pontanet.de.

In den kommenden Wochen werden Sie außerdem zu einer Online-Infoveranstaltung und einem Beratungstag an einem Open-Air-Stand am Hugo-Brandt-Platz eingeladen.

Wie geht es weiter wenn der Ausbau hier nicht stattfindet?

Das ist unklar. Es wird sicherlich registriert, dass die Bereitschaft für den Ausbau in der Gemeinde derzeit fehlt. Bürger:innen die Glasfaser wollen müssten eventuell darauf hoffen, dass vom Bund ein Förderprogramm geschaffen wird für den Ausbau von Gemeinden wie Grolsheim, welche zum großen Teil „ausreichende“ Versorgung mit Internet haben. Das kann natürlich auch dauern.

Anmerkung:
Der Artikel soll keine aktive Werbung für ein Netzbetreiber darstellen, jedoch ist der durch private Versorger eigenwirtschaftliche Breitbandausbau eine Chance für eine Ortsgemeinde und deshalb haben wir uns entschieden das Thema hier zu adressieren.

Logo